"Vorurteil Heimat "

Produktion: Vorurteil Heimat
Produzent: Jörg Peter Bauer, Studio Klarheit, Dr. Bauer und Partner
Co-Produktion: TeleVision Zwickau, Mandy Wutzler
Buch und Regie: Dr. Nanina Bauer und Jörg-Peter Bauer
Genre: Dokumentarfilm

Kurzinhalt

Der essayistische Dokumentarfilm beschreibt, warum die Elsterberger ihren ehemaligen Gastarbeitern aus Ungarn ein Denkmal setzen wollen. Der Film arbeitet mit bisher vollkommen unbekanntem Filmmaterial aus öffentlichen und privaten Archiven aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg und der DDR.

Insofern ist dieser Film auch ein sehr gutes Beispiel dafür, wie wichtig die Digitalisierung und Archivierung solcher alten Aufnahmen ist. Im Fokus steht dabei die Aufarbeitung von Geschichte. „Vorurteil Heimat“ ist auch ein gelungenes Beispiel einer Koproduktion mit dem privaten Lokalfernsehveranstalter TeleVision Zwickau. Eingesetzt wird vor allem historisches und regionales Material, sie sind ein unschätzbares Gut für die künstlerisch-historische Aufarbeitung von Regionalgeschichte.

"Coswig 1985"

Produktion: "Coswig 1985"
Produzent: adhoc Film & Fernsehproduktion GmbH, Rene Biermann
Buch und Regie: Thomas Claus und Christoph Tannert
Genre: Dokumentarfilm

Kurzinhalt

Wir sehen eine gelungene dokumentarische Vermittlung einer einmaligen Veranstaltung, die es so nur in der DDR geben konnte. Das "Intermedia I", ein folgenreiches Kunstereignis der 1980iger Jahre – außerhalb der Metropolen. Dies zeigt sich u.a. auch darin, dass es heute diesen Dokumentarfilm gibt. Seine Premiere fand zur Eröffnung der Ausstellung "Spuren des Performativen. Geniale Dilettanten", am 14.07.2017 im Albertinum der SKD statt. Der Film arbeitet eindrucksvoll mit Archivmaterial, auch aus den Archiven der Staatssicherheit und Liveinterviews.

"frieden kriegen"

Produktion: frieden kriegen
Produzent: Filmpunktart, Julius Günzel
Buch und Regie: Julius Günzel und Maja Nagel
Genre: experimenteller Animations- und Realfilm

Kurzinhalt

Ein sehr leiser, sehr nachdenklich machender Film, der versucht Geschichte und Gegenwart miteinander in ein Verhältnis zu setzen und das Problem der immer wiederkehrenden kriegerischen Auseinandersetzungen in eine positive, hoffnungsvolle Botschaft umzusetzen. Grundlage ist ein sorbisches Lied aus dem 10. Jahrhundert, welches den Krieg beklagt. Da dieses Lied in Sorbisch gesungen wird (deutsch untertitelt), entsteht eine zusätzlich Ebene, die auf die verlustreichen Dimensionen von Kriegen hinweist. Das Experiment ist gelungen, Animations- und Realfilm fügen sich nahtlos aneinander und die Musik ergänzt und unterstreicht. „frieden kriegen“ wurde im Rahmen des Dresdner Filmfestes gezeigt.

"Cyborgs - Wie wir zu Maschinenmenschen werden"

Produktion: "Cyborgs - -Wie wir zu Maschinenmenschen werden"
Produzent: Hoferichter & Jacobs GmbH
Buch und Regie: Luisa Wawrzinek
Genre: Dokumentarfilm

Kurzinhalt

Unter der bewährten Produktionsleitung der Firma Hoferichter & Jacobs, entstand ein sozialkritischer Film, der sich mit der Tatsache auseinandersetzt, dass Menschen, um dem Druck nach ständiger Leistungsoptimierung standhalten zu können, auch bereit sind, ihren Körper zu optimieren, indem sie sich künstliche Hilfsmittel implantieren lassen. Dieser eindrucksvolle Film erhielt 2017 auf dem Festival für Wissenschaftsfilme in Karlsruhe eine Auszeichnung als bester sozialkritischer Film. Regie führte Luisa Wawrzinek, es ist ihr erster "Langfilm".

"Der Bowlingtreff"

Produktion: "Der Bowlingtreff"
Produzent: Adrian Dorschner & Thomas Beyer
Buch und Regie: Adrian Dorschner & Thomas Beyer
Genre: Dokumentarfilm

Kurzinhalt

Das ursprünglich als Architekturdokumentation angelegte Projekt wurde im Laufe der Produktion zu einem Film, der das Architekturdenkmal, den Leipziger "Bowlingtreff" in einen lebensweltlichen Zusammenhang stellt. Den Produzenten ist es gelungen, viele Zeitzeugen zu gewinnen, die über die Entstehung und das "Leben" des Bowlingtreffs berichten. Es gibt viel dokumentarisches Material, neben Fotografien auch eine Sendung des DDR- Fernsehens mit Carmen Nebel.

Aber auch ausländische Architekten beschreiben die Besonderheit dieses postmodernen DDR- Bauwerkes und ordnen es in die Architekturgeschichte ein. Mit "Bowlingtreff" wurde ein Stück Leipziger Architektur portraitiert, welche im Leben der Stadt keine unwesentliche Rolle spielte und aus vielerlei Hinsicht interessant ist. Architekten konnten sich gewinnbringend mit der Bau- und Funktionsweise des Bauwerkes auseinandersetzen. Kulturgeschichtlich erzählt der Film etwas über das DDR Alltagsleben in Leipzig und versucht filmisch mittels geschickter Filmcollagen "toten" Mauern wieder Leben einzuhauchen. Festivalteilnahmen konnten in New York, Mailand und Mainz realisiert werden – hinzu kamen TV-Ausstrahlungen beim MDR, NDR und SKY.