Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht

Der Ton wir härter.
Hass, Mobbing und Extremismus.

Maßnahmen, Projekte und Forderungen

Phänomene wie Hass, Mobbing und Extremismus in den Medien haben an Relevanz gewonnen. Die Landesmedienanstalten beobachten hierbei Grenzverschiebungen, die problematisch sind. Die Medienaufsicht bewegt sich in einem permanenten Spannungsfeld zwischen Jugendschutz und Meinungsfreiheit. Beide Rechtsgüter haben Verfassungsrang und müssen in jedem Einzelfall sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Mit dem neuen Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht wollen die Landesmedienanstalten den Diskurs bereichern.

Der Bericht bietet eine Übersicht über die aktuellen Fragestellungen zum Thema Hass, Mobbing und Extremismus und stellt Maßnahmen zur Regulierung und Erkenntnisse der Landesmedienanstalten vor. Zusätzlich werden die Präventionsaspekte herausgearbeitet und die Maßnahmen und Initiativen vorgestellt, die die Landesmedienanstalten gemeinsam und in eigener Verantwortung vor Ort leisten, um eine aufgeklärte und kompetente Mediennutzung in jeder Hinsicht und für jeden Menschen zu erreichen.

Download der Gesamtpublikation(PDF, 3,8 MB)

Best-Practice-Beispiele aus den Medienanstalten - Download: Best-Practice-Beispiele(PDF, 2,0 MB)

In der Publikation werden vielfältige Beispiele der Medienanstalten vorgestellt und anschaulich beschrieben. So erfährt die Leserin bzw. der Leser, wie zum einen restriktiv mit Mitteln des Jugendmedienschutzes gegen die Verursacher vorgegangen und zum anderen, wie auf vielschichtige Weise Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen als präventives Schutzschild gefördert werden kann.

Förderprojekte der SLM: "Gemeinsam gegen Hass und Fake im Netz"

Zum Schwerpunkt "Medienkompetenz als Werkzeug gegen Hass, Stimmungsmache und Manipulation" realisierte die SLM unterschiedliche Projekte und Fördermaßnahmen in den letzten beiden Jahren.

2017 und 2018 förderte die SLM beispielsweise mit insgesamt rund 60.000 Euro die Konzeption und Umsetzung von vier unterschiedlichen Medienkompetenzprojekten, die alle ein Ziel hatten: Die Themen Hate Speech und Fake News so zu verbinden, dass Jugendliche ab 14 Jahren einen kritischen und sicheren Umgang mit Falschmeldungen und Hassbotschaften im Netz entwickeln und souverän entgegnen können.

Das Projekt "GIF me 5..." zum Umgang mit Hate Speech, Vorurteilen & Fake der KF Education UG - wird in der Publikation konkret vorgestellt. Das Projekt greift den Trend der Jugend- und Netzkultur zu “5 Dinge über …“-Videos auf. Ziel des schulischen, medienpädagogischen Projektes ist es, gemeinsam mit Jugendlichen animierte GIFs, Memes und Kurzvideos mit jeweils 5 Tipps zum Umgang mit Hate Speech, Vorurteilen und Fake News zu produzieren. Von Schüler*innen für Schüler*innen. Die so entstandenen Beiträge werden über projekteigene Social Media Kanäle verteilt und sollen so über die Schüler*innengruppen hinaus wirken und Informationen zum Umgang mit dem Thema in die Breite tragen.

"GIF me 5..." und die Projekte "Wall of Love" und "SPRACHE.MACHT.BILDUNG" finden Sie hier: Download - Best-Practice-Beispiele(PDF, 212 kB)